Reibekuchen zum Abendessen: drei herzhafte Ideen für den Herbst

Es knuspert beim ersten Bissen. Dann kommt die zarte Kartoffel, noch warm, mit einem Klecks kühler Creme und einem herzhaften Topping. Reibekuchen schmecken nach Wochenmarkt, nach „einen nehme ich noch“. Und mit ein paar guten Zutaten auch nach einem richtig gemütlichen Abendessen.

Das Apfelmus darf dafür heute mal im Schrank bleiben. Wir servieren die goldbraunen Kartoffeltaler mit frischem Kräuterquark, saftigem Stremellachs oder würzigen Pilzen. Du brauchst dafür weder einen besonderen Anlass noch einen ganzen Nachmittag in der Küche: Die Reibekuchen kommen aus dem Tiefkühlfach, die Toppings machst du selbst.

Eine knusprige Basis für drei Varianten

Für vier Personen kannst du etwa 12–16 Reibekuchen à 60 g einplanen – je nach Hunger und Beilagen. Ein grüner Salat passt gut dazu.

Die folgenden Mengen reichen jeweils für eine Topping-Variante für vier Personen. Möchtest du alle drei ausprobieren, nimm pro Variante ungefähr ein Drittel der Zutaten und verteile die Reibekuchen entsprechend.

Bereite die TK-Reibekuchen nach Packungsangabe zu. Ob Pfanne oder Backofen infrage kommen, richtet sich nach dem jeweiligen Produkt. Während sie garen, kannst du die Toppings vorbereiten.

Unser wichtigster Tipp: Erst unmittelbar vor dem Essen belegen. So bleiben die knusprigen Ränder erhalten. Noch entspannter wird’s, wenn du die Toppings in Schälchen auf den Tisch stellst und sich jeder selbst bedient.

Frisch und cremig: Kräuterquark mit Gurke und Radieschen

Die heißen Reibekuchen treffen auf kühlen Quark, knackige Gurkenwürfel und die leichte Schärfe von Radieschen. Eine unkomplizierte Kombination, bei der man gern großzügig nachlegt.

Das brauchst du

  • 500 g Speisequark
  • 3–5 EL Milch oder Naturjoghurt
  • ½ Salatgurke
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Bund Schnittlauch
  • ½ Bund Petersilie
  • 1–2 TL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

So geht’s

  1. Verrühre den Quark mit Milch oder Joghurt, bis er cremig ist, aber noch gut auf dem Reibekuchen hält.
  2. Schneide den Schnittlauch in feine Röllchen und hacke die Petersilie. Rühre beides unter den Quark und schmecke ihn mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab.
  3. Würfle die Gurke fein. Ist die Mitte sehr wässrig, entferne die Kerne vorher mit einem Löffel. Schneide die Radieschen in dünne Scheiben.
  4. Gib den Kräuterquark auf die frisch zubereiteten Reibekuchen und verteile Gurke und Radieschen darüber.

Für einen entspannten Abend: Den Quark kannst du schon vorher anrühren und abgedeckt kalt stellen. Das Gemüse bleibt bis zum Anrichten separat schön knackig.

Herzhaft und fein: Stremellachs mit Meerrettichcreme

Saftige Lachsstücke, ein Hauch Meerrettich und frischer Dill: Diese Variante macht aus dem einfachen Kartoffeltaler ein kleines Lieblingsessen. Ein Spritzer Zitrone bringt Frische dazu.

Das brauchst du

  • 400–500 g Stremellachs
  • 200 g Schmand
  • 100 g Naturjoghurt
  • 2–3 TL geriebenen Meerrettich aus dem Glas, nach Geschmack
  • 1 Bio-Zitrone
  • ½ Bund Dill
  • Salz und Pfeffer

So geht’s

  1. Verrühre Schmand, Joghurt und zunächst zwei Teelöffel Meerrettich. Schmecke die Creme mit etwas Zitronensaft, Pfeffer und wenig Salz ab. Wenn du es kräftiger magst, gib mehr Meerrettich dazu.
  2. Entferne gegebenenfalls die Haut vom Stremellachs und prüfe ihn auf Gräten. Zupfe ihn vorsichtig in mundgerechte Stücke.
  3. Verteile etwas Meerrettichcreme auf den heißen Reibekuchen und lege den Lachs darauf.
  4. Zupfe den Dill darüber und serviere die übrige Zitrone in Spalten dazu.

So bleibt der Lachs schön saftig: Er muss für dieses Rezept nicht noch einmal gebraten werden. Die warmen Reibekuchen und der nach Packungsangabe verzehrfertige Stremellachs ergeben zusammen einen leckeren Temperaturkontrast.

Warm und herbstlich: gebratene Pilze mit Schmand

Wenn Pilze und Zwiebeln in der Pfanne bräunen und der Thymian zu duften beginnt, braucht es eigentlich keine Einladung mehr an den Tisch. Ein Klecks Schmand rundet die würzige Mischung ab.

Das brauchst du

  • 600 g Pilze, zum Beispiel eine TK-Pilzmischung
  • 1 große Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Butter
  • 3–4 Zweige Thymian
  • 200 g Schmand
  • Salz und frisch gemahlenen Pfeffer

So geht’s

  1. Schneide die Zwiebel in feine Würfel und hacke den Knoblauch. Zupfe die Thymianblättchen von den Stielen.
  2. Bereite die TK-Pilze entsprechend der Packungsangabe zu. Brate sie in einer großen Pfanne mit dem Öl, bei Bedarf portionsweise. Lass austretende Flüssigkeit verdampfen, damit die Pilze anschließend Farbe bekommen.
  3. Gib Zwiebel und Butter dazu und brate alles weiter, bis die Zwiebel weich ist. Knoblauch und Thymian kommen gegen Ende hinzu. Gare die Pilze vollständig durch und schmecke sie mit Salz und Pfeffer ab.
  4. Verteile die heiße Pilzmischung auf den Reibekuchen. Setze jeweils einen kleinen Klecks Schmand darauf und ergänze etwas frischen Pfeffer.

Für mehr Röstaroma: Gib den Pilzen Platz in der Pfanne. Bei einer großen Menge lohnt sich das Braten in zwei Portionen.

Heute wird am Tisch kombiniert

Du kannst dich für eine Lieblingsvariante entscheiden oder alle drei auf einer großen Platte servieren. Stell die fertigen Reibekuchen möglichst nebeneinander statt übereinander bereit und bring sie zügig an den Tisch. Quark, Lachs und Pilze kommen in separate Schalen, jeder belegt nach Lust und Hunger.

Vielleicht startest du mit Kräuterquark, probierst danach die Pilze und nimmst zum Schluss doch noch einen mit Lachs. Genau dafür sind solche Herbstabende da.

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