November 27, 2020

Shopping like Weihnachtsmann

Ziemlich ratlos sitzt Mama Christine heute am Esstisch. Gedankenverloren trommelt sie mit den Fingern auf die Tischplatte. Die alljährliche Adventskalender-Bastelaktion steht auf ihrer To-Do-Liste. Und sie möchte ihren Kindern gern eine Freude machen und die Adventszeit versüßen. Selbst ihre Große hat dieses Ritual richtig liebgewonnen und ist nicht bereit auf ihren Adventskalender zu verzichten.

Mama Christine hat dieses Thema auch schon mit Papa Stefan und Oma Alberta besprochen. Und alle sind sich einig: es soll kein Krimskrams rein, der sowieso wieder in der Ecke landet und nicht mehr angerührt wird, es soll nicht zu teuer werden, schließlich sind hier drei Kinder zu versorgen und schließlich möchten sie ihren Kindern natürlich eine nachhaltige Freude machen.

Da kommt Mama Christine endlich die zündende Idee. Das wurde auch Zeit, schließlich hat sie schon tagelang über diesem Thema gebrütet. Und wenn sie eins nicht haben kann, dann ist das, wenn sie keine Lösung findet. Denn ein anderes Thema treibt sie auch noch um. 3 Kinder mit Adventskalendern zu versorgen, die von Herzen kommen und selbstgemacht sind, bedeutet, 72 Päckchen zu packen. Das ist für eine einzelne Person schon ziemlich aufwendig und kostet viel Zeit. Und so beschließt Mama Christine, in diesem Jahr alle mit einzubeziehen:

Papa Stefan wird kurzerhand zum Adventskalender-Shopper ernannt. Gemeinsam erstellen sie eine Liste, die Papa dann entspannt abarbeiten kann. Insgesamt haben sie nämlich beschlossen, dass jedes Kind einige individuelle, persönliche Schätze bekommen soll und der Kalender ansonsten mit Leckereien befüllt wird. Diese werden von Oma Alberta mit Liebe gebacken. Klein-Jonas liebt Geschichten und so wird es für ihn eine Kombination aus Leckereien, einigen kleinen Pixi-Büchern, die er behalten und seiner Bücher-Schatzkiste hinzufügen kann und Büchern aus der Bücherei geben. Beim Gedanken an die gemeinsame Vorlese-Zeit wird Mama-Christine schon ganz warm ums Herz.

Luisa ist momentan im Lego-Friends-Fieber und wird in ihrem Kalender einige Kleinigkeiten finden, um ihre Welt zu erweitern und zu verschönern. Ihre Große, Mia, ist da schon eine etwas andere Herausforderung. Gerade voll im Teenie-Alter angekommen, wird sie natürlich nicht mehr von Spielzeug hinter dem Ofen hervorgelockt. Doch hier hatte Papa Stefan die zündende Idee. Von klein auf malt Mia gern und möchte schon seit längerem neue Maltechniken ausprobieren. Ihr Kalender soll sie ein wenig in die Welt der Aquarellmalerei entführen.

Jetzt bleibt natürlich noch, all diese wundervollen Kleinigkeiten zu verpacken. Mama Christine weiß, dass ihre beiden Mädels immer mit Begeisterung basteln. Und so beschließt sie, die beiden einzubinden, indem sie mit jeweils einer der beiden einen Mutter-Tochter-Abend veranstaltet. So wird sie mit Luisa den Kalender für Klein-Jonas basteln und mit Mia den Kalender für Luisa. Klein-Jonas darf Oma ein wenig beim Backen helfen, weiß aber nicht, dass die Leckereien auch in seinem Kalender und damit in seinem Bauch landen werden. So sind alle mit eingebunden, Mama Christine ist ein wenig entlastet und freut sich heute schon beim Gedanken an die gemeinsame Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen wird. Und Papa Stefan? Der freut sich schon auf das vorweihnachtliche Shopping like Weihnachtsmann. Schon als Kind hat er davon geträumt, mal als Elf in der Fabrik des Weihnachtsmannes am Nordpol mitzuwirken. Heute weiß er natürlich, dass das nur eine Geschichte ist. Aber ein bisschen fühlt er sich trotzdem so. Und bei dem Gedanken macht auch sein Herz einen kleinen Hüpfer.